Wer bei der Hochzeit Geld sparen möchte, hat viele Möglichkeiten: Eine Hochzeit kostet in Deutschland 2026 im Schnitt rund 17.000 Euro – doch mit den richtigen Entscheidungen feiern Sie deutlich günstiger, ohne dass es nach Sparen aussieht.
Die 5 größten Sparhebel auf einen Blick:
- Weniger Gäste einladen – jeder Gast kostet Essen, Getränke und Platz.
- Außerhalb der Hochsaison heiraten – eine Hochzeit im Februar kostet im Schnitt fast 4.000 Euro weniger als im Juni.
- Eine schlichte Location wählen und selbst schön machen – mit Stuhlhussen, Tischdecken und Kerzen wird aus einem einfachen Saal ein Festsaal.
- Selbst dekorieren statt Hochzeitsplaner und Dekorateur buchen – das spart schnell 3.000 Euro und mehr.
- Mieten statt kaufen – Deko, die nur einen Tag gebraucht wird, muss nicht im Keller landen.
Im Folgenden finden Sie 20 konkrete Spartipps mit aktuellen Zahlen.

Hochzeit im Gut Hebscheid in Aachen – mit weißen Stuhlhussen und langen Tafeln
Was kostet eine Hochzeit in Deutschland?
Laut Bridebook Wedding Report 2026 (über 2.000 befragte Paare) kostet eine Hochzeit durchschnittlich 17.006 Euro – ohne Flitterwochen und Verlobungsring. Rund 28 Prozent der Paare bleiben unter 10.000 Euro.
| Kostenpunkt | Durchschnitt 2026 |
|---|---|
| Location inkl. Catering & Getränke | 8.568 € |
| Hochzeitsplaner | 2.968 € |
| Dekoration, Blumen & Papeterie | 2.260 € |
| Brautkleid | 1.832 € |
| Videograf | 1.695 € |
| Fotograf | 1.656 € |
| Herrenmode | 1.070 € |
| Eheringe & Schmuck | 713 € |
Der größte Posten ist mit rund 42 Prozent die Location samt Essen. Hier – und bei der Gästezahl – liegt deshalb das größte Sparpotenzial.
Location & Termin: Hier liegt das meiste Geld
1. Außerhalb der Hochsaison heiraten
Eine Hochzeit im Februar kostet im Schnitt 14.125 Euro, im Juni dagegen 18.070 Euro. Wer im Frühjahr, Herbst oder Winter feiert, bekommt Locations und Dienstleister oft günstiger und hat mehr Auswahl.
2. Freitag oder Sonntag statt Samstag
Der Samstag ist der begehrteste Hochzeitstag. Viele Locations bieten für Freitage oder Sonntage spürbare Rabatte an – fragen Sie gezielt danach.
3. Eine schlichte Location wählen und selbst aufwerten
Laut Bridebook liegt die reine Saalmiete im Schnitt bei rund 2.900 Euro, Schlösser und Gutshöfe kosten oft ein Vielfaches. Dorfgemeinschaftshäuser, Bürgerhäuser oder Vereinsheime gibt es dagegen oft schon für wenige hundert Euro. Mit weißen Stuhlhussen, Tischdecken und Kerzen sieht auch ein einfacher Saal festlich aus. Mehr dazu: Wie viel kostet eine Hochzeitslocation durchschnittlich?

Derselbe Saal vorher und nachher: Stuhlhussen, weiße Tischdecken und wenige Akzente machen den Unterschied
4. Trauung und Feier am selben Ort
Wer am selben Ort heiratet und feiert, spart Fahrten, doppelte Deko und Zeit. Laut Bridebook machen das inzwischen 42 Prozent der Paare.
Gästeliste: Der größte Hebel
5. Die Gästeliste ehrlich prüfen
Eine Hochzeit mit bis zu 30 Gästen kostet im Schnitt 12.295 Euro, mit 91 bis 120 Gästen sind es 20.729 Euro. Jeder zusätzliche Gast bedeutet Essen, Getränke, Platz, Deko und oft ein Gastgeschenk.
6. Getrennte Gäste für Tag und Abend
Nur der engste Kreis ist bei Trauung und Essen dabei, weitere Freunde kommen erst zur Party am Abend. Das spart einen großen Teil der Catering-Kosten.
7. Klare Regeln für Begleitungen und Kinder
Legen Sie früh fest, ob Partner, die Sie kaum kennen, oder Kinder eingeladen werden. Einheitliche Regeln vermeiden Diskussionen und halten die Zahl im Rahmen.
Essen & Getränke
8. Buffet oder Grillabend statt Menü
Ein gesetztes Mehr-Gänge-Menü braucht mehr Personal als ein Buffet. Für Sommerhochzeiten ist ein Grill- oder Food-Truck-Abend eine lockere, günstigere Alternative.
9. Getränkepauschale vergleichen
Fragen Sie nach Pauschale und Abrechnung nach Verbrauch und rechnen Sie beides durch. Manche Locations erlauben eigene Getränke gegen ein Korkgeld – das lohnt sich oft bei Wein und Sekt.
10. Torte schlicht halten
Individuell gestaltete Hochzeitstorten kosten im Schnitt etwa 7 Euro pro Person. Eine kleinere Anschnitttorte plus Blechkuchen oder ein Dessertbuffet ist deutlich günstiger – und wird meist genauso gern gegessen.
Deko: Selbst machen spart am meisten
11. Selbst dekorieren statt Hochzeitsplaner buchen
Ein Hochzeitsplaner kostet im Schnitt rund 2.970 Euro. Ein Dekorateur verlangt für ein komplettes Konzept mit Aufbau etwa 2.000 bis 6.000 Euro. Wer selbst plant und mit Familie und Freunden dekoriert, spart diese Summen fast vollständig. Das ist für die meisten Paare gut machbar: Laut Bridebook buchen selbst bei Budgets von 10.000 bis 25.000 Euro nur rund ein Viertel der Paare einen Dekorateur.
So klappt das Selbstdekorieren:
- Legen Sie zwei bis drei Farben fest und bleiben Sie dabei.
- Konzentrieren Sie sich auf das, was groß wirkt: Stühle, Tischdecken, Kerzen, Brauttisch.
- Bitten Sie zwei bis drei Helfer, am Vortag beim Aufbau zu helfen.
- Machen Sie vorher ein Foto von einem fertig gedeckten Probetisch als Vorlage für alle.
12. Mieten statt kaufen
Stuhlhussen, Tischdecken, Kerzenständer, Vasen oder ein Traubogen werden nur einen Tag gebraucht. Mieten ist meist günstiger als kaufen – und Waschen, Bügeln und Lagern entfallen. Bei Hussenliebe kosten Stuhlhussen ab 1,50 Euro pro Stück inklusive Reinigung. Was man alles leihen kann und was es kostet: Hochzeitsdeko mieten
13. Stuhlhussen statt teurer Spezialstühle
Wenige Elemente verändern einen Raum so stark wie einheitliche Stühle. Weiße Stretchhussen mit farbigen Satinschleifen machen aus Bankettstühlen in wenigen Minuten ein festliches Bild – deutlich günstiger als gemietete Designerstühle oder eine teurere Location. Was das genau kostet: Was kosten Stuhlhussen pro Stuhl? Weitere Ideen: Hochzeitssaal günstig dekorieren

Weiße Stretchhusse mit Satinschleife – Schleifen in über 13 Farben
14. Saisonale Blumen und weniger Gestecke
Blumen sind oft der teuerste Teil der Deko. Saisonale Sorten aus der Region kosten weniger als importierte. Statt großer Gestecke wirken auch einzelne Stiele in kleinen Vasen, kombiniert mit Kerzen und Grün.
15. Deko der Location nutzen und danach weiterverkaufen
Fragen Sie, was die Location schon hat – Kerzenhalter, Vasen, Tischdecken. Gekaufte Deko können Sie nach der Hochzeit über Kleinanzeigen weiterverkaufen.
Beispielrechnung: Deko für 80 Gäste
Bei 80 Gästen an 10 Tischen kostet die selbst gemachte Deko nur einen Bruchteil der Profi-Variante.
| Posten | Mit Planer & Dekorateur | Selbst dekoriert |
|---|---|---|
| Hochzeitsplaner | ca. 2.970 € | 0 € |
| Dekokonzept inkl. Aufbau | 2.000–6.000 € | 0 € |
| 80 Stuhlhussen gemietet (1,50 €/Stück) | im Paket | 120 € |
| Satinschleifen gemietet | im Paket | 80 € |
| Einfache Tischdeko (Kerzen, kleine Vasen, 20–40 €/Tisch) | im Paket | 200–400 € |
| Summe | ca. 5.000–9.000 € | ca. 350–600 € |
Blumen sind in beiden Spalten nicht enthalten. Die Ersparnis liegt bei mehreren Tausend Euro – Geld, das Sie in Fotograf, Essen oder Flitterwochen stecken können.
Kleidung, Fotograf, Musik & Papeterie
16. Brautkleid aus zweiter Hand oder im Sample Sale
Bräute geben im Schnitt rund 1.830 Euro für ihr Kleid aus. Second-Hand-Kleider, Musterkleider oder Verleih kosten oft nur einen Bruchteil. Wer das Kleid danach weiterverkauft, holt zusätzlich Geld zurück.
17. Fotograf nur für die wichtigsten Stunden
Ein Hochzeitsfotograf kostet im Schnitt rund 1.650 Euro. Buchen Sie ihn für Trauung, Paarshooting und Gruppenbilder statt für den ganzen Tag. Partyfotos können Gäste mit dem Handy oder einer Fotobox machen.
18. DJ statt Band
Ein DJ kostet meist zwischen 800 und 2.500 Euro und ist damit oft günstiger als eine Live-Band. Für die Trauung reicht eine gute Playlist oder ein musikalischer Freund.
19. Digitale Einladungen
Papeterie kostet im Schnitt rund 340 Euro, dazu kommt Porto. Eine Hochzeitswebsite mit Zu- und Absagen ist günstiger und spart Arbeit. Gedruckt werden dann nur Karten für ältere Gäste.
20. Budget-Puffer einplanen
Planen Sie 10 bis 15 Prozent als Reserve ein. So bringen unerwartete Kosten wie Liefergebühren oder Überstunden das Budget nicht ins Wanken.
Häufige Fragen
Was kostet eine Hochzeit in Deutschland durchschnittlich?
Laut Bridebook Wedding Report 2026 rund 17.000 Euro, ohne Flitterwochen und Verlobungsring. Eine kleine Hochzeit mit bis zu 30 Gästen liegt bei etwa 12.300 Euro.
Wo spart man bei einer Hochzeit am meisten?
Bei der Gästezahl und der Location, denn Location und Catering machen rund 42 Prozent des Budgets aus. Danach folgen Hochzeitsplaner und Dekorateur, die man durch eigene Planung und Selbstdekorieren ersetzen kann.
Lohnt sich ein Hochzeitsplaner?
Ein Planer nimmt viel Arbeit ab, kostet aber im Schnitt rund 3.000 Euro. Wer etwas Zeit hat und Helfer im Freundeskreis, kann Planung und Deko gut selbst übernehmen.
Wie bekomme ich einen schlichten Saal festlich?
Zuerst die großen Flächen verschönern – Stühle und Tische –, danach wenige Akzente wie Kerzen setzen. Ausführlich erklärt: Hochzeitssaal günstig dekorieren
Ist es günstiger, Hochzeitsdeko zu mieten oder zu kaufen?
Für Dinge, die nur einen Tag gebraucht werden und in großer Stückzahl anfallen, ist Mieten meist günstiger, weil Reinigung und Lagerung entfallen. Mehr dazu: Stuhlhussen mieten oder kaufen
Fazit: So können Sie bei der Hochzeit Geld sparen
Am meisten sparen Sie mit einer kleineren Gästeliste, einem Termin außerhalb der Hochsaison und einer schlichten Location, die Sie selbst festlich dekorieren. Wer auf Hochzeitsplaner und Dekorateur verzichtet und Deko mietet statt kauft, spart schnell mehrere Tausend Euro – ohne dass die Gäste davon etwas merken.
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3 Kommentare zu „Hochzeit Geld sparen“